Bürgerinitiative Wasserstadt Limmer


Werkstattgespräch – Bausteine für ein Verkehrskonzept Limmer“ vom 27.10.2020

Insgesamt haben rund 120 Personen die Veranstaltung verfolgt, davon knapp 30 vor Ort (Teilnehmerzahl max. 30 nach Hygienekonzept) und die übrigen per Livestream. Wir werten die Veranstaltung als vollen Erfolg und als Zeichen, dass – wenn nicht gerade Lockdown ist – auch in Corona-Zeiten Bürgerbeteiligung möglich ist.

Die PP-Präsentation der AG Verkehr der Bürgerinitiative gibt es in der neuen Limmer-Cloud (s. Button oben auf dieser Seite). Sie enthält einen vielfältigen Strauß konkreter Ideen und Anregungen zu den Themen Buslösungen, Entschärfung der Trennwirkung und der Gefahren der Wunstorfer Straße (B441) und zu Fuß- und Radverkehrsanlagen.

Enttäuschend war an dem Abend allerdings das Ergebnis der Machbarkeitsstudie der Region Hannover zur Frage einer Stadtbahnanbindung der Wasserstadt. Es war eine klare Absage. Die Region redet zwar noch mit der Stadt über mögliche Trassen, die von einer Bebauung freigehalten werden sollten. Aber eine Realisierung wird seitens der Region nicht mehr vorangetrieben. Stattdessen setzt man auf eine Buslösung. Verstärkerbusse parallel zur Linie 700 sollen im 30 Minuten-Takt zwischen der Wasserstadt und dem ZOB pendeln.

Alternativen gab der Leiter des Fachbereichs Verkehr der Region Hannover Conrad Vinken wenig Chancen: Rufbus („für dünn besiedelte ländliche Bereiche geeignet“), Seilbahn („ich persönlich glaube nicht daran“), Gleise der Güterumgehungsbahn für Personenverkehr nutzen („Güterverkehr stark zunehmend“, „keine freien Kapazitäten“).

Unsere Verkehrs-AG hatte zwar damit gerechnet, dass die Stadtbahnanbindung noch mindestens 10 -20 Jahre bis zur Realisierung dauert.

  • Eine Einstellung aller Bemühungen und die Absage an eine Stadtbahnanbindung auch als mittelfristige Perspektive kann nicht das letzte Wort sein. Und auf keinen Fall dürfen sinnvolle Trassen jetzt zugebaut werden.
  • Weiterdenken: Welche Konsequenzen hat die Stadtbahn-Absage für unsere Weiterarbeit? Auf jeden Fall steigt die Bedeutung anderer Alternativen zum Auto, beispielsweise der Stellenwert des Radverkehrsnetzes und eine attraktive Buslösung mit hoher Taktfrequenz und Beförderungskapazität sowie kurzen Wegen) .
  • Wichtig ist auch eine Kooperation mit den Nachbarn in Ahlem. Nur wenn dort neue Baugebiete entstehen, wird eine Stadtbahnverlängerung nach Ahlem-Nord (Linie 12) wirtschaftlicher und realistischer. Schließlich wartet Ahlem genauso lange auf eine Verkehrsberuhigung wie Limmer. Auch dort verläuft der Durchgangsverkehr der B441 mitten durch den Stadtteil. Im Prinzip brauchen wir ein übergreifendes Stadteilentwicklungskonzept im Westen Hannovers.

Neue Limmer-Cloud ist online

Aus unseren Überlegungen zur Digitalisierung des BI-Archivs ist nun eine neue „Limmer Cloud“ geworden und seit kurzem online. Sie ist über einen Button auf unserer BI-Homepage zu erreichen.
Der finanzielle Anschub wurde vom städtischen Quartiersfonds Bürgerbeteiligung Wasserstadt getragen. Die laufenden Kosten bestreitet die BI aus Spenden. Danke an Marlo Zirr von „Was mit Herz“ für die technische Umsetzung und Hilfe zur Selbsthilfe! Unsere Archivgruppe hat hier schon einiges an Dateien (Pläne, Gutachten, Fotos usw. ) zu den Themen Wasserstadt, Verkehr,  Freiraumplanung, Limmer allgemein und Bürgerbeteiligung mit zahlreichen Unterordnern für die Öffentlichkeit bereitgestellt.

Ein Angebot an den ganzen Stadtteil

Wir bieten auch anderen Einrichtungen, Initiativen, Vereinen usw. aus Limmer an, die Cloud für sich zu nutzen und sich hier zu präsentieren. Unser Ziel ist es, für Limmer einen digitalen Marktplatz zu schaffen, der jeder und jedem die Möglichkeit gibt, Interessantes über Limmer zu erfahren. Es ist auch ein Angebot an die demnächst zahlreichen Zuziehenden, hier zu stöbern, Anschluss zu finden oder sich an der stadtteilpolitischen Diskussion gut informiert zu beteiligen. Wir wollen sie integrieren und die lokale Demokratie stärken.

 

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Die Bürgerinitiative (BI)

Die Bürgerinitiative Wasserstadt Limmer ist ein Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern aus Limmer und den angrenzenden Stadtteilen, sowie Menschen die gerne auf dem Wasserstadtgelände wohnen wollen.

Sie setzt sich ein:

  • Für eine umfassende und qualifizierte Bürgerbeteiligung bei Entwicklung und Bebauung des alten Contigeländes in Limmer.
  • Für ein lebendiges neues Viertel, welches gut in den bestehenden Stadtteil integriert ist.
  • Gegen eine hochverdichtete Trabantenstadt.

Die BI trifft sich in den geraden Kalenderwochen jeden zweiten Dienstag um 19:30 .

Bürgerinitiative für die Wasserstadt Limmer